Blog · 30. August 2026 · Von Jassin Rhazi

Wie misst man KI-Sichtbarkeit? Unsere Methode in fünf Schritten.

KI-Sichtbarkeit misst man, indem man einer festen Liste von Kundenfragen jeden Monat dieselben KI-Systeme stellt, jede Antwort im Wortlaut speichert und zählt, wie oft ein Betrieb genannt und wie oft seine Website als Quelle verlinkt wird. Daraus entstehen Nennungsquote, Zitierquote und Share of Voice. So macht es Vextal für Betriebe im Saarland. Hier steht die Methode Schritt für Schritt, inklusive der Stellen, an denen sie ehrlicherweise an Grenzen stößt.

Ausgangslage

Warum überhaupt messen?

Wer KI-Sichtbarkeit als Dienstleistung anbietet, muss sie belegen können. Ein Screenshot, auf dem ChatGPT den eigenen Betrieb empfiehlt, ist ein schöner Moment, aber kein Nachweis. Die nächste Anfrage kann ganz anders ausfallen. Ein Kunde, der jeden Monat Geld bezahlt, hat ein Recht auf eine Zahl, die nachvollziehbar entstanden ist und sich im nächsten Monat auf dieselbe Weise wiederholen lässt.

Deshalb haben wir uns für eine einfache Regel entschieden: Alle Kennzahlen werden aus gespeicherten Antworten gezählt, nicht geschätzt. Keine Punktzahl aus einer Formel, die niemand erklären kann, sondern Anteile, die jeder mit einem Taschenrechner prüfen könnte.

Die Methode in fünf Schritten.

Ablauf

  1. 01Feste Liste von Kundenfragen

    Am Anfang steht eine Liste von 20 bis 30 Fragen, die echte Kunden einer KI stellen würden: Empfehlungsfragen (Welchen Dachdecker in Saarlouis kannst du empfehlen?), Vergleichsfragen (Freie Werkstatt oder Vertragswerkstatt?), Leistungsfragen (Wer macht Badsanierung in Völklingen?), Ortsfragen (Zahnarzt in meiner Nähe, Saarbrücken St. Johann) und Informationsfragen (Was kostet eine Wärmepumpe im Saarland?). Der Firmenname darf in keiner Frage vorkommen. Wir wollen wissen, ob die KI den Betrieb von sich aus nennt, nicht ob sie ihn kennt, wenn man ihn vorsagt. Die Liste wird einmal festgelegt und danach nicht mehr ausgetauscht. Nur so bleiben Vorher und Nachher vergleichbar.

  2. 02Dieselben Fragen an mehrere Systeme

    Jede Frage geht an ChatGPT, Perplexity, Gemini und den Google KI-Modus, jeweils in einem frischen Chat ohne Verlauf, damit keine früheren Antworten das Ergebnis färben. Die Systeme unterscheiden sich deutlich: ChatGPT zieht bei Suchanfragen aus dem Bing-Index, der Google KI-Modus aus Unternehmensprofilen und Karten, Perplexity zitiert besonders viele Verzeichnisse und Portale. Ein Betrieb kann in einem System regelmäßig auftauchen und im nächsten gar nicht. Deshalb messen wir nicht ein System, sondern alle, die Kunden im Saarland tatsächlich nutzen.

  3. 03Jede Antwort wird gespeichert

    Zu jeder Antwort speichern wir Datum, Uhrzeit, System, Modell, den vollständigen Wortlaut und alle Quellen, die das System ausweist. Das ist mehr Aufwand als ein Blick auf den Bildschirm, aber nur so ist ein Ergebnis später belegbar. Wenn ein Kunde fragt, ob die Zahl im Report stimmt, zeigen wir die Antwort im Wortlaut. Und wenn ein System seine Empfehlung ändert, sehen wir, ab welchem Tag.

  4. 04Zählen statt schätzen

    Aus den gespeicherten Antworten werden vier Kennzahlen berechnet. Die Nennungsquote: In wie vielen Messungen kommt der Betrieb namentlich vor? Die Zitierquote: In wie vielen Messungen verlinkt die KI seine Website als Quelle? Der Share of Voice: Welchen Anteil hat der Betrieb an allen Nennungen, die er und seine wichtigsten Wettbewerber zusammen bekommen? Und die Position: Wird er zuerst, als Zweiter oder am Ende genannt? Jede dieser Zahlen ist eine Zählung, keine Einschätzung. Ein erfundenes Beispiel zur Veranschaulichung: 25 Fragen auf 4 Systemen ergeben 100 Messungen. Der Betrieb wird in 9 davon genannt (Nennungsquote 9 Prozent) und in 3 als Quelle verlinkt (Zitierquote 3 Prozent). Er und drei Wettbewerber werden zusammen 60-mal genannt, davon entfallen 9 auf ihn (Share of Voice 15 Prozent).

  5. 05Wiederholen, vergleichen, berichten

    Die erste Messung ist die Baseline. Sie wird erhoben, bevor an Website, Profilen oder Verzeichnissen irgendetwas geändert wird. Danach folgen die Maßnahmen, und jeden Monat wird dieselbe Liste erneut gemessen. Der Kunde bekommt einen Report mit den drei Zahlen im Vergleich zum Vormonat und zur Baseline, einer Liste dessen, was in diesem Monat umgesetzt wurde, einer ehrlichen Einordnung dessen, was sich bewegt hat, und den nächsten Schritten. Ohne Fachbegriffe, mit Belegen.

Ehrlich gesagt

Wo die Methode an Grenzen stößt.

KI-Antworten sind nicht deterministisch. Dieselbe Frage liefert nicht immer dieselbe Liste, und die Quellen wechseln von Tag zu Tag. Studien zeigen, dass Einzelmessungen stark schwanken. Wir gehen damit auf drei Arten um: Wir stellen viele Fragen statt weniger, damit einzelne Ausreißer weniger Gewicht haben. Wir bewerten den Trend über Monate, nicht den Unterschied zwischen zwei Wochen. Und wo es auf eine genaue Zahl ankommt, messen wir dieselbe Liste mehrfach und mitteln.

Kleine Stichproben sind Rauschen. Drei Fragen auf einem System sagen nichts. Erst ab etwa 60 bis 80 Messungen pro Durchlauf werden die Quoten aussagekräftig, und selbst dann ist ein Sprung von 8 auf 11 Prozent noch kein Beweis. Ein Kunde erfährt das vorher, nicht erst, wenn die Zahl mal schlechter ausfällt.

Und die Systeme ändern sich. Ein Modellwechsel bei einem Anbieter kann die Antworten über Nacht verschieben, ohne dass am Betrieb etwas anders geworden ist. Deshalb steht bei jeder Messung das Modell dabei, und deshalb versprechen wir keine Platzierung. Was wir versprechen: sauberes Handwerk an den Stellschrauben, die die KI nachweislich liest, und eine ehrliche Zahl dazu.

Report

Was der Kunde jeden Monat bekommt.

  • Die drei Zahlen: Nennungsquote, Zitierquote und Share of Voice, jeweils im Vergleich zum Vormonat und zur Baseline, aufgeschlüsselt nach System.
  • Was in diesem Monat gemacht wurde: welche Seiten überarbeitet, welche Profile gepflegt, welche Einträge angelegt, welche Bewertungen beantwortet wurden.
  • Was sich bewegt hat, mit Belegen: welche Frage jetzt eine Nennung liefert, die vorher keine lieferte, und in welchem Wortlaut.
  • Was als Nächstes ansteht, in Klartext und ohne Fachbegriffe.

Die Begriffe dahinter erklärt das Glossar KI-Sichtbarkeit. Wie das Angebot aufgebaut ist, vom kostenlosen Check über das Audit bis zum monatlichen Paket, steht unter KI-Sichtbarkeit Saarland.

Fragen

Kurz beantwortet.

Warum reicht eine einzelne Anfrage an ChatGPT nicht als Beweis?

Weil KI-Antworten schwanken. Dieselbe Frage kann am selben Tag zweimal gestellt zwei verschiedene Listen liefern. Studien zeigen, dass Einzelmessungen stark streuen. Aussagekräftig wird es erst über viele Fragen, mehrere Systeme und mehrere Monate. Wer mit einem einzelnen Screenshot wirbt, zeigt einen Zufallstreffer.

Warum darf der Firmenname nicht in der Frage stehen?

Weil die Frage sonst die Antwort vorgibt. Fragt man nach einem bestimmten Betrieb, erzählt die KI, was sie über ihn weiß. Das misst Bekanntheit, nicht Empfehlung. Wir wollen wissen, ob die KI den Betrieb nennt, wenn ein fremder Kunde nur nach der Leistung und dem Ort fragt.

Wie schnell verändern sich die Zahlen nach den ersten Maßnahmen?

Erste Bewegung sehen wir meist nach zwei bis vier Wochen, vor allem bei Perplexity und der Google KI-Suche, die schnell neu indexieren. Belastbar über mehrere Monate stabil wird es in der Regel nach drei bis sechs Monaten. ChatGPT braucht am längsten, weil es über den Bing-Index geht. Kleine Ausschläge nach oben oder unten sind normal und noch kein Trend.

Ob Ihr Betrieb heute in ChatGPT auftaucht, prüfen wir kostenlos: Firmenname und Ort genügen, das Ergebnis kommt innerhalb von drei Werktagen. KI-Sichtbarkeits-Check anfragen.

Lernen wir uns kennen.

Ein kostenloses Erstgespräch, 15 Minuten, und Sie wissen, was sich in Ihrem Betrieb von selbst erledigen kann.

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